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New Shoes, Baby!

Lore präsentiert stolz ihre neuen Patschen, auch wenn sie noch etwas groß sind. Das Wichtigste ist, gutes, sehr weiches Leder zu verwenden. Ich habe das Leder über ebay bestellt und war mit der Abwicklung und der Qualität sehr zufrieden. Natürlich habe ich Öko-Leder bestellt und außerdem etwas festeres Sohlenleder (1,4 mm – 1,6 mm) für den ganzen Schuh verwendet, weil die Schuhe dann robuster sind und länger halten. Schön weich sind sie trotzdem. Das Leder lässt sich mit einer normalen Stoffschere gut schneiden und mit einer “normalen” Nähmaschine nähen. Ein Cutter wäre für die Schlitze auch hilfreich.

Lauflernschuhe nähen – So geht’s

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Der Schnitt entspricht Schuhgröße 22 mit einer Sohlenlänge von 14 cm. Verwendet man ihn ohne Nahtzugabe, entspricht er in etwa der Größe 21. Achtet darauf, dass ihr sie jeweils 2x spiegelverkehrt zuschneidet und vorher genau überlegt, ob die glatte oder die raue Seite des Leders außen sein soll. Die Nahtzugabe sollte nicht mehr als 5mm betragen, da die Nähte möglichst weit außen an der Lederkante verlaufen sollten, damit später nichts drückt. In den Vorderteil müssen 2 kleine Schlitze für den Gummi geschnitten werden und dann kann auch schon die Kante entlang der gestrichelten Linie gefaltet und genäht werden.

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Jetzt ist der beste Zeitpunkt, eine Applikation oder Stickerei anzubringen, falls man dies möchte. Auch die Kante des Fersenteiles kann nun umgenäht werden. Hier wird später der Gummi durchgezogen. Achtet darauf, dass diese Kante später nach außen umgefaltet an die Sohle genäht wird, damit die Naht nicht drückt.

Jetzt kann schon der Vorderteil auf die Sohle genäht werden. Dafür legt man die Seite mit der Applikation auf die Raulederseite der Sohle, also die “schönen” Seiten aufeinander. Beginnt am besten auf der Fußinnenseite zu nähen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das Leder noch etwas dehnt. Und wenn der Vorderteil auf der Fußaußenseite etwas länger ist, sieht das schöner aus als zu kurz. Auf den Fotos sieht man eine sehr große Nahtzugabe. Das liegt daran, dass ihr da meinen ersten Schuh seht. Bei allen weiteren Paaren habe ich  2mm von der Lederkante entfernt genäht, damit später nichts drückt. Fürs Foto hier kurz umgedreht, aber für das Aufnähen des Fersenteils muss der Schuh wieder auf Links gedreht werden.

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Nun wird der Fersenteil aufgenäht. Wieder mit der “schönen” Seite auf die Raulederseite der Sohle legen. Dieser Teil wird schon etwas knifflig, da Vorder- und Fersenteil überlappen müssen. Dadurch liegen gleich beim Losnähen 4 Schichten Leder übereinander. Nicht jede Nähmaschine wird das mögen. Bei mir hat sich stellenweise Nähen mit dem Handrad und gute, reißfeste Nähseide bewährt.

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Der Schuh ist jetzt eigentlich schon fast fertig. Einmal auf Rechts drehen, das Gummiband einziehen und schon kann er anprobiert werden. Für das Einfädeln des Einziehgummis hat es sich bewährt, den Gummi auf einer Seite mit einer Sicherheitsnadel zu befestigen, diese oben durch den Fersenteil und dann durch die beiden Schlitze im Vorderteil zu führen und anschließend zu verknoten.

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Und weil´s so schön war, hab ich gleich noch ein paar Paare genäht …

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Material und Werkzeug: Leder, Nähseide, Einziehgummi 35cm, Stoffschere, Cutter, Sicherheitsnadel
Arbeitsaufwand ohne Applikation: ca. 1 Std
Leder: Rainer Müller, Landessiedlung 30, 96328 Küps, info@leder-stoffe-online.de, Tel.: 0049 9264 8384
Free Download: Schnitt

Hat with Integrated Dummy Chain

Unsere Familie hat kein Glück mit Schnullerketten. Entweder sie gehen kaputt, fliehen bei Einbruch der Dunkelheit in wärmere Länder oder sind von vornherein unbrauchbar. Lange habe ich den Schnuller einfach so an den Hutbändern festgebunden. Wodurch eins der Hutbänder natürlich kürzer wurde, die Schleife saß nicht mehr fest, der Hut rutschte. Naja. Aber dann! Eine kleine Idee, die unseren Alltag seither mit Multifunktionalität verschönt:

Hut mit integrierter Nuckelkette

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Und so geht’s: Ich nehme einen Hut und nähe einen Knopf an eins der Bänder, etwa einen Zentimeter vorm Ende. Und zwar richtig fest, damit er nicht abgeht und vom Kind verschluckt wird.

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Dann mache ich ganz unten am Ende desselben Hutbands eine Schlaufe, etwa 3-4 mal. Nicht zu kurz, weil ja noch der Schnullerhenkel durchpassen muss. Dann – ein Hoch auf meine stickbesessene Großmutter - umsticke ich die Schlaufe mit dem sogenannten Schlingstich.

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Das ist der langweiligste Teil der Arbeit. Aber wenn das endlich geschafft ist, hat man viele Stunden Suche nach verschwundenen Schnullern gespart.

Material: 1 Knopf, Nadel, Faden
Dauer: ca. 30 min

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